frauenORT Paula Modersohn-Becker ● Worpswede
© Landesmuseum Hannover - Archiv des Otto-Modersohn-Museums, Fischerhude

Im Frühjahr 2021, kurz vor ihrem 120. Hochzeitstag, wird die mittlerweile weltberühmte Malerin offiziell in den Kreis der frauenORTE Niedersachen, eine Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V., aufgenommen. Mit dieser Ehrung wird Paula Modersohn-Becker als ungewöhnlich willensstarke und mutige Frau ihrer Zeit gewürdigt.
Im Herbst 1900, wenige Monate vor ihrer Hochzeit mit dem Künstler Otto Modersohn, steht für die junge Paula Becker (1876-1907) fest: "…daß ich mich verheirate, soll kein Grund sein, daß ich nichts werde." Zugunsten ihrer ganz persönlichen Selbstfindung und Selbstverwirklichung ist sie bereit, mit gesellschaftlichen Konventionen zu brechen und ihr künstlerisches Streben unbeirrt fortzusetzen.
Mit der Einbindung in die Initiative frauenORTE Niedersachsen wird Paula Modersohn-Becker stärker als bisher aus der Perspektive einer emanzipierten Frau wahrgenommen. Das Projekt rückt sowohl ihre Rolle als Frau/ Ehefrau /Mutter als auch ihre Vorbildfunktion für Generationen von Künstlerinnen in den Fokus.
frauenORTE Niedersachsen ist eine Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V., die Leben und Wirken bedeutender historischer Frauenpersönlichkeiten lebendig werden lässt und in der breiten Öffentlichkeit bekannt macht. Die Initiative will auch dazu beitragen, dass Frauengeschichte und Frauenkultur einen festen Platz im Spektrum kulturtouristischer Angebote erhalten.
Näheres unter: www.frauenorte-niedersachsen.de
© Landesfrauenrat Niedersachsen e. V.
Paula Modersohn-Becker (Dresden 1876 – Worpswede 1907)
Als anerkannte Wegbereiterin der Moderne ist Paula Modersohn-Becker heute eine national wie international
© Archiv des Otto-Modersohn-Museums, Fischerhudeanerkannte Künstlerpersönlichkeit, die zugleich starken Vorbildcharakter für das Streben von Künstlerinnen/Frauen nach Unabhängigkeit und Anerkennung hat.
Mit ihrer Verheiratung 1901 zieht die junge Paula Modersohn-Becker in das Modersohn-Haus (heute Museum am Modersohn-Haus) und versucht sich den damaligen Konventionen, die mit einer Eheschließung verbunden waren, zu entziehen. Sie behält ihr Atelier, malt weiter, reist nach Paris und muss sich als sogenanntes Malweib, den (männlichen und auch weiblichen) Kritikern stellen.
Ihr Werk erfährt besonders in den letzten 10 Jahren eine neue kunsthistorische Einordnung und mit der Verfilmung ihrer Biografie 2016 wird die Malerin auch einem breiten Publikum bekannt. Für Worpswede ist sie inzwischen die bedeutendste Künstlerpersönlichkeit.
Presseberichte
Osterholzer Anzeiger vom 03.04.2021
Osterholzer Anzeiger vom 12.06.2021
Video
frauenORT Paula Modersohn Becker in Worpswede - YouTube
Ansprechpartner/in
| Gleichstellungsbeauftragte Gleichstellungsbeauftragte Heike Grotheer | |
| Rathaus Gemeinde Worpswede, Zimmer 20 // 1. OG Bauernreihe 1 27726 Worpswede Telefon: 04792 312702 Mobil: 01522 4334819 E-Mail: h.grotheer@gemeinde-worpswede.de | |
| Kulturbeauftragte Frau Kulturbeauftragte Klaudia Krohn | |
| Altes Rathaus Worpswede Bergstraße 1 27726 Worpswede Telefon: 04792 9878919 Telefax: 04792 9878920 E-Mail: k.krohn@gemeinde-worpswede.de | |
